Wacholder trifft Schokolade: Gin gibt’s jetzt auch als Praline

Von Celina de Cuveland

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Kräftiger Wacholder trifft auf die Frische von Zitronen, mit dabei ist noch eine Spur Rosmarin. Ja, das schreit nach einem guten Gin! Aber dazu noch Schokolade? Diese Mischung klingt abgedreht. Und sie ist es auch – schmeckt aber trotzdem! Und zwar als Praline.

Max Weiß und Simon Gunnemann, die Macher hinter dem Hirschberg Gin, haben etwas Neues gewagt. Sie kombinieren ihren Gin ab sofort mit feiner Schokolade. Und noch etwas haben sie sich ausgedacht: Man kann nämlich sogar lernen, wie die Hirschberg-Gin-Pralinen gemacht werden.

Die Wiesbadener Confiserie Kunder bietet seit neuestem diese ungewöhnliche Kombination an. Sowohl als „Gin-Lemon-Trüffel“ im Sortiment als auch in zwei Varianten bei einem Pralinenseminar. Bis zu zehn Teilnehmer stellen in den Workshops unter anderem die Hirschberg-Gin-Praline her. Die Teilnahme kostet 95 Euro. Dafür gibt’s Rezepte, jede Menge Tipps vom Profi und ein Goodie-Bag, in dem natürlich auch die selbstgemachten Pralinen in hübsche Schächtelchen verpackt ihren Platz haben.

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Mit einer Briefwaage werden die Zutaten abgewogen

In den kleinen Schokoladenbomben stecken zum Schluss genau 35 Gramm der kräftigen Wacholderspirituose. Und die wollen genau abgewogen werden. Gar nicht so leicht, wenn man nicht oft Pralinen macht. Das stellen auch die Teilnehmer des ersten Gin-Pralinen-Seminars im Wiesbadener Landesmuseum schnell fest. Für die Kurse hat die Museumspädagogik ihre Räume zur Verfügung gestellt.

Auf das Fingerspritzengefühl kommt es an, das Abwiegen aller Zutaten erfordert Konzentration und äußerste Genauigkeit. Zwei Gramm zu viel von einer Zutat und der ausgewogene Geschmack der Praline ist dahin. Und Paul Hugargowitsch, Chocolatier und Leiter der Pralinenschulung, entgeht nichts. Aufmerksam schaut er den Teilnehmern über die Schulter, korrigiert hier eine Handbewegung, unterstützt da beim Abwiegen. Außer Gin kommen noch Kakaobutter, Ahornsirup, Sahne, weiße Schokolade und Zitronen-Limettensirup in die „Gin-Lemon-Trüffel“.

Der feine Geschmack des Hirschberg Gins überzeugt

Eine zweite Variante mit Gin-Himbeer-Ingwer-Geschmack ist ebenfalls geplant. Dafür müssen die Teilnehmer weiße Schokolade, getrocknete Himbeeren, Gin, Ingwerpulver, Sahne, Kakaobutter und Ahornsirup abwiegen und vermischen. Eine spannende Kombination.

„Wir wiegen jetzt erst die Zutaten ab, dann temperieren wir die Schokolade und anschließend füllen wir die Masse in die Pralinenhohlkörper“, erklärt Hugargowitsch. Dann wird der Hohlkörper aus weißer Schokolade noch mit dunkler Schokolade überzogen und in Himbeer-Ingwer-Zucker gewälzt. Skeptische Blicke der Teilnehmer. Gin und Schokolade – Kann das schmecken? Den Hirschberg Gin hat da noch niemand verkostet.

Sein Geschmack jedoch war das ausschlaggebende Argument für Hugargowitsch die neue Pralinenkreation zu testen. „Wir haben zuerst mit einem 20-Euro-Gin aus dem Supermarkt experimentiert. Das war aber nichts. Die Pralinen haben nur nach Schnaps geschmeckt“, erinnert er sich. „Dann bin ich zufällig über einen Zeitungsartikel auf den Hirschberg Gin aufmerksam geworden.“ Weil der Gin auch noch aus der Region stammt, entschied sich Hugargowitsch den Entwicklern einen Besuch abzustatten. Weil er in Limburg lebt, war der Weg nach Hirschberg zu einem Treffen nicht ganz so weit.

Gin-Pralinen als selbstgemachtes Weihnachtsgeschenk

Schon nach dem ersten Probeschluck war dem Chocolatier klar, dass die Kombination aus süßer Schokolade und diesem Gin vielleicht funktionieren könnte. Er unterbreitete Gunnemann und Weiß seine Idee. Und die ließen sich schnell von Hugargowitschs Begeisterung anstecken. Noch drei Monate sollten sie brauchen, bis das perfekte Rezept für die Hirschberg-Gin-Pralinen entwickelt waren.

An diese Rezepte halten sich die Teilnehmer des Gin-Pralinen-Seminars nun. Eine von ihnen ist Helga Ohlemacher. Die 71-Jährige ist große Pralinen-Liebhaberin, zu Weihnachten stellt sie viele verschiedene Sorten her und verschenkt sie an Freunde und Bekannte. „Ich habe ein eigenes Zimmer, in dem ich meine Pralinen nach der Herstellung in verschiedenen Boxen und Kästchen lagere“, erzählt die Rentnerin. „Gerade zur Weihnachtszeit sind Pralinen doch ein wunderbares Geschenk. Man investiert Liebe und Zeit in etwas, das dann auch noch hervorragend schmeckt.“

Weitere Gin-Geschenk-Tipps

Gin-Pralinen direkt kaufen

Aber eine Praline mit Gin? Darauf wäre sie nie gekommen. „Ich finde diese Idee aber ganz toll!“, sagt sie, während sie die helle, cremige Ganache in die Pralinenkugeln füllt. „Mein Sohn trinkt gerne Gin. Er bekommt zu Weihnachten direkt eine Ladung dieser Gin-Pralinen von mir.“ Natürlich kostet sie den Hirschberg Gin auch mal pur. Ihr Urteil: „Lecker. Schmeckt ein wenig nach Zitrone und Rosmarin.“ Langsam kann sie sich vorstellen, dass aus Schokolade und Gin eine tiefgehende Geschmacksexplosion entsteht.

Und weil die Gin-Pralinen so köstlich sind, machte Confiserie-Chef Jürgen Brand sie auch gleich zur Praline des Monats in der Wiesbadener Confiserie Kunder. „Wir werden die Gin-Praline voraussichtlich fest in unser Sortiment aufnehmen“, verrät er. In der Confiserie Kunder im Herzen der hessischen Landeshauptstadt gibt es jetzt also eine Praline, die den Gin von der Lahn in sich trägt. „Wir müssen uns einfach immer mal wieder etwas Neues einfallen lassen“, sagt Weiß. „Und Pralinen mit Gin – Wo gibt’s sowas schon?“

Infos und Karten für die Pralinenseminare gibt es auf der Seite der Confiserie Kunder.

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